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Sprachaufenthalt in Japan

JAPAN, auch bekannt als «Land der aufgehenden Sonne», ist nach Indonesien, Madagaskar und Papua-Neuguinea der viertgrösste Inselstaat der Welt. Das Land besteht aus einer Inselkette, die sich entlang der Ostküste Asiens erstreckt. Die Hauptinseln Japans sind Hokkaido im Norden, die zentrale und grösste Insel Honshu sowie Shikoku und Kyushu im Süden. Dazu kommen ca. 3’000 weitere kleinere Inseln, die sich vor allem in der Seto-Inlandsee konzentrieren. Über den gesamten Archipel verläuft eine Gebirgskette, die ungefähr 73 Prozent der Landmasse Japans ausmacht. Es besteht deshalb ein Mangel an Flachland, was sich stark auf die Bodenpreise auswirkt. Nur in den Regionen «Kanto» (Grossraum Tokyo) und «Kansai» (mit Kyoto, Osaka und Kobe) finden sich grössere Ebenen. Beide sind dicht besiedelt und der Standort gleich mehrerer Millionenstädte.

SEIT DER ZUNEHMENDEN INTERNATIONALISIERUNG DER JAPANISCHEN WIRTSCHAFT im vorigen Jahrhundert saugt die japanische Sprache aus dem Englischen, Französischen oder Deutschen ständig neue Begriffe auf. Zwar erreicht die Japanisierung dieser Fremdwörter nur selten den genauen Originalklang, weil in den japanischen Alphabeten nur vollständige Silben und nicht einzelne Buchstaben zur Verfügung stehen. Dennoch lässt sich jedes fremde Wort ins Japanische übernehmen, wenngleich es Ausländern manchmal schwerfällt, den Ursprung noch zu erkennen. So wird aus dem englischen «christmas» «kurisumasu», aus dem «salesman» wird «seerusuman» und aus dem «sandwich» wird «sando». Auch die Deutschen haben die japanische Sprache bereichert; mit den Wörtern «arubaito» (Arbeiten), «noiroozo» (Neurose), «arerugii» (Allergie), «oodekoron» (Kölnisch Wasser) und vielen mehr.

JAPAN HAT MIT DREI VERSCHIEDENEN SCHRIFTEN EINES DER KOMPLEXESTEN SCHRIFTSYSTEME DER WELT. DAFÜR KENNT JAPANISCH – IM GEGENSATZ ZU ANDEREN ASIATISCHEN SPRACHEN – KEINE UNTERSCHIEDLICHEN TONHÖHEN, WESHALB DIE AUSSPRACHE FÜR UNS WESTLER RELATIV EINFACH IST.