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Sprachaufenthalt in Russland

DIE RUSSISCHE FÖDERATION, dieses unermesslich vielgestaltige Land, befindet sich in einer Phase des tiefgreifenden Wandels. Ob in den Metropolen Moskau und St. Petersburg oder fernab in den malerischen Dörfern an der «Mutter der russischen Flüsse», der Wolga – überall ist der Aufbruch in eine neue Zeit nach dem Kommunismus spürbar. Dort hektisch, da eher gemächlich, wird die Annäherung an die früher noch verschlossene, verheissungsvolle Welt des Westens betrieben. Die neu gewonnenen Freiheiten in Russland haben für ausländische Besucher ihr Gutes, denn jetzt können sie ohne Einschränkungen das Land bereisen, wobei sie allerdings noch hie und da Mängel in der touristischen Infrastruktur in Kauf nehmen müssen.

RUSSLAND IST DAS LAND DES SCHNEES und der tödlichen Winter, aber auch eines der Flüsse, die sich durch die Wiesen schlängeln, und einer Hochsommersonne, die niemals untergeht. Die Menschen «lieben es zu leiden», wie ein russisches Sprichwort besagt. Doch sie lieben auch das Feiern und können sich als entwaffnend warmherzig und gastfreundlich erweisen.

DAS KULTURELLE ERBE RUSSLANDS ist überwältigend, besonders im 19. Jahrhundert wurde auf Gebieten der Literatur, der Architektur, des Balletts und der Komposition hervorragendes geleistet. Die Schule des St. Petersburger Marientheaters brachte die Tänzerin Anna Pawlowa und den Tänzer Vaclav Nijinski sowie die Choreographen Marius Petipa und Michail Fokine hervor. Die «Ballets Russes» nahmen Paris 1909 im Sturm und später ernteten die Ensembles des Kirow-Theaters und des Moskauer Bolschoi-Theaters Ruhm und Ehre. So bekannte Komponisten wie Tschaikowsky, Rachmaninow, Strawinsky und Schostakowitsch schufen Konzerte, Symphonien und andere Orchesterwerke. Zu den bekanntesten russischen Schriftstellern gehören Dostojewski, Gogol, Puschkin, Gorki und Tolstoi.

CHURCHILLS BESCHREIBUNG VON RUSSLAND ALS «RÄTSEL» STIMMT IMMER NOCH. DIE MEISTEN AUSSENSTEHENDEN HABEN NUR EINE VAGE VORSTELLUNG DER RUSSISCHEN REALITÄT.